Welche Koalitionen nach der Berlin-Wahl wahrscheinlich sind
rbb24
Bleibt noch der BSW-Faktor: Sollte die Wagenknecht-Partei doch den Sprung ins Abgeordnetenhaus schaffen, würde das die Koalitionsarithmetik nicht grundsätzlich durcheinanderbringen. Verhältnisse wie zuletzt in Sachsen-Anhalt gäbe es jedenfalls nicht. BSW-Spitzenkandidat Alexander King könnte nicht zum „Königsmacher“ werden, denn das BSW würde zur Regierungsbildung nicht gebraucht.
Allerdings würde die Partei schon mit fünf Prozent Stimmenanteil die Mehrheiten möglicher Koalitionen schmälern. Sprich: Die jeweiligen Koalitionen könnten sich weniger Abweichler leisten – bei besonders kritischen Abstimmungen ein höheres Risiko. Etwa gleich die allererste: Die Wahl des Regierenden Bürgermeisters oder Bürgermeisterin. Das Drama um Kai Wegners drei Wahlgänge im April 2023 und den anschließenden Verdacht, die AfD habe ihm ins Amt geholfen, dürften wohl nicht vergessen sein.
