Kai Wegner fordert gerne alles, was populär ist, und ganz besonders häufig fordert er die befristete Aussetzung des CO2-Preises als Anschlussmaßnahme nach Auslaufen des Tankrabatts. Diese Aussetzung hätte den Vorteil, dass sie nicht nur an der Tankstelle, sondern auch bei der Bevorratung für die nächste Heizperiode wirksam wäre – und damit ein Segen für Wirtschaft und private Haushalte. Doch ausgerechnet sein Koalitionspartner, die SPD, früher mal Partei der kleinen Leute, schießt im Bundesrat quer dagegen, wie ich in der aktuellen Viertelstunde des Wirtschaftsausschusses des AGH herausfand.

Dass ausgerechnet die SPD verhindert, dass die Bürger in Berlin und in Deutschland endlich substanziell entlastet werden, ist umso enttäuschender, als keine sinnvolle Alternative sichtbar ist, die zu einer Absenkung der Energiepreise führen würde. Einfach darauf zu hoffen, dass die internationalen Konflikte, insbesondere am Golf, bald beendet sind und die Preise dann schon wieder sinken werden, ist zu wenig. Genau das scheint aber die Strategie zu sein.