EPOCH TIMES

Der frühere Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hatte ungeimpfte Pflegekräfte für höhere Zahlen an Corona-Opfern verantwortlich gemacht. Belege dafür gibt es jedoch nicht.

Ob dieser Vorwurf tatsächlich Substanz hat, wollte Dr. Alexander King wissen. Er ist Mitglied im Berliner Abgeordnetenhaus und seit Oktober 2023 Teil des BSW.

Auf Anfrage von Epoch Times nimmt Alexander King Stellung zu den Antworten des Senats. Er nennt sie „perfide“. Es bestehe „keinerlei Bereitschaft, Verantwortung für eigene Fehler zu übernehmen und die damals zu Unrecht Diskriminierten zu rehabilitieren. Das ist sehr traurig.“ Zur Aufarbeitung der Corona-Politik habe er mehr als 40 schriftliche Anfragen an den Senat gestellt. Wie bei allen Antworten sei auch die jüngste Reaktion des Senats eine „Mischung aus Abwiegelung (wir sind/waren nicht zuständig), Selbst-Rechtfertigung (wir haben nur so gehandelt, wie es dem damaligen Wissensstand entsprach) und Weigerung, dazuzulernen“.

Dabei werde auch gegen jede Evidenz das Bild der „Pandemie der Ungeimpften“ weiter aufrechterhalten. Der Abgeordnete kritisiert zudem, dass weder die anderen im Abgeordnetenhaus vertretenen Parteien noch der Senat ein „übermäßiges Interesse an einer systematischen Aufarbeitung zeigen“. King betont, dass er jedoch nicht locker lasse. 2026 werde ein neues Abgeordnetenhaus gewählt. Die Corona-Aufarbeitung und die Forderung nach einem Untersuchungsausschuss werde das BSW im Wahlkampf „ganz nach vorn stellen“.

Mit der Aufarbeitung der Berliner Corona-Politik beschäftigt sich King laut eigenen Angaben gemeinsam mit Fachleuten und einer BSW-Arbeitsgruppe seit eineinhalb Jahren. Alle Antworten, die er vom Senat zu seinen Anfragen bekommen hat, sind auf einer eigens dafür eingerichteten Internetseite „Corona Schwarzbuch“ aufgeführt.

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