Berliner Kurier

Dabei muss man sich auch die Frage stellen, ob man für sichtlich marode Brücken nicht sogar schon eher mehr Geld in die Hand hätte nehmen müssen, um einen Millionen-Abriss zu verhindern. Eine Frage, die sich auch der fraktionslose Abgeordnete Alexander King (BSW) stellte, daher den Senat im Fall Wuhlheide-Brücke um eine Kostenabrechnung bat. „Dass man das Bauwerk jetzt wegen seines schlechten Zustandes abreißen musste, ist schon erstaunlich“, sagte King dem KURIER. „Denn so alt ist ja die Brücke gar nicht gewesen.“

Nun zur Abrechnung: Auf die Anfrage des Abgeordneten King listete nun die Senatsverkehrsverwaltung die Kosten für die Wuhlheide-Brücke auf. „Bei dem mit dem Rückbau der Brücke beauftragten Unternehmen werden Gesamtkosten in Höhe von 1,5 Mio. Euro erwartet.“ Bisher flossen seitens des Senates genau 1.088.411,22 Euro an die Abrissfirma. Erstaunlich ist die Summe, die das Land Berlin für Instandsetzungsarbeiten für die Wuhlheide-Brücke seit ihrem Bestehen ausgab. Es sind insgesamt 537.647 Euro, dreimal mehr soll am Ende ihr Abriss kosten.

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