„Selbstmord der Demokratie“: Berliner BSW-Chef King protestiert gegen Verdi-Ausladung beim RBB
Berliner Zeitung
Vor der Tür greift King zum Mikrofon. Äußern dürften sich an diesem Abend ausgerechnet jene Parteien, die in den vergangenen Jahren Lohndumping betrieben hätten. „Vier Parteien, die hier sitzen, haben den Weg frei gemacht für grenzenlose Aufrüstung und den Abbruch des Sozialstaats“, sagt er.
Seine Kritik richtet sich auch an den Einladenden. „Verdi-Funktionäre scheinen ihre Aufgabe darin zu verstehen, die Altparteien zu schützen“, sagt King. „Das ist nicht die Aufgabe einer Gewerkschaft. Die Aufgabe ist, die Interessen der Arbeitnehmer zu schützen.“
Dann der Satz, der die Ausladung in einen größeren Rahmen stellt: „Die Brandmauer steht und wird immer höher. Nicht nur die AfD wird dahinter verbannt, sondern auch das BSW.“ Und: „Aber es wird einsam auf der anderen Seite.“ Meinungen würden systematisch ausgegrenzt, „da machen wir nicht mit“. Von einem „Selbstmord der Demokratie“ spricht King an diesem Nachmittag.
