Der Terrorangriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 mit vielen Toten sollte uns mahnen, die Gefahr des Islamismus nie aus den Augen zu verlieren. Islamistischer Terror wird hierzulande zu oft verharmlost, manchmal als „Widerstand“ gerechtfertigt. Dass die Gefahr längst in Deutschland angekommen ist, wird geleugnet, trotz des Anschlags auf dem Breitscheidplatz, der sich bald zum 10. Mal jährt, trotz des Anschlags auf den diesjährigen Berliner CSD. Es gibt für die Opfer islamistischer Gewalt in Berlin, die mittlerweile zahlreich sind, keine Gedenkkultur. Wir kennen nicht ihre Namen. Und die Opfer des 7. Oktober? Ihr Andenken wird zu oft der ebenso berechtigten Trauer um die Opfer des anschließenden Gaza-Kriegs untergeordnet. Ihr Opfer wird relativiert. Wir werden es auch dieses Jahr hören: Ja, aber…

Wir müssen dem Islamismus überall entgegentreten. Wir dürfen nicht naiv sein. Die Linke, die unsere Stadt regieren will, muss ihre Geschichte aufarbeiten und sich von den Pro-Hamas-Kräften in ihren Reihen trennen. Zu den Unterstützern des Aufstiegs von Elif Eralp gehörte das Netzwerk Marx21, das aus der islamo-trotzkistischen Sekte Linksruck hervorgegangen ist, die sich ihrer guten Kontakte zu Hamas und zu anderen Akteuren der Muslimbruderschaft rühmte. Ihre Sichtweise auf islamistische Organisationen als „Widerstand“, die Unterstützung für radikale Israel-Feinde, die Blindheit oder Gleichgültigkeit gegenüber Antisemitismus, das alles hat sich in der Linken und ihrem politischen Vorfeld breit etabliert.

Ich wünsche mir für den heutigen Gedenktag echte Trauer ohne „Ja, aber“. Und ich wünsche mir, dass endlich Sensibilität über die Ausbreitung der Netzwerke der Muslimbruderschaft und ihrer Hintermänner auch in Europa entsteht.