Nach Umbenennung: In Mitte ist der Streit um die Mohrenstraße noch nicht vorbei
BERLINER KURIER
Unmut gegen das Bezirksamt von Bürgermeisterin Stefanie Remlinger (Grüne) wird laut. Etwa von dem BSW-Politiker Alexander King, der als Fraktionsloser im Berliner Abgeordnetenhaus sitzt. Er erinnert daran, dass in dem Kiez um die neue Anton-Wilhelm-Amo-Straße noch immer Verkehrsschilder „den Weg zum vor fünf Jahren stillgelegten Flughafen Tegel“ weisen.
„Und genau das Bezirksamt, das es nicht hinbekommt, die Straßen von Mitte korrekt auszuschildern, hat für die Straßenumbenennung Überstunden gemacht, genau wie das Oberverwaltungsgericht. Am sehr späten Freitagabend wurde nach hektischem Hin und Her doch noch zugunsten der grünen Bürgermeisterin entschieden, die also keine Rücksicht auf anhängige Klagen ihrer Bürger gegen die Umbenennung nehmen muss und zur Tat schreiten kann“, sagt King dem KURIER.
Der Politiker kritisiert: „Dieser ideologische Eifer, der im grünen Bezirksamt ungeahnte Energien freisetzt, ist schon fast unheimlich. Wir erleben ihn sonst nur bei der Errichtung von Pollern. Ansonsten kann es mit dem Verwaltungshandeln auch gerne mal länger dauern. Diese unterschiedlichen Geschwindigkeiten sorgen für Verdruss beim Bürger – zu Recht.“
