„Rote Linie erreicht“: Verdi schließt BSW wegen Vorwurf der AfD-Nähe aus
Berliner Zeitung
King führt zwei Beschwerden. Die erste betrifft den Umgang. Der Vorgang offenbare „schlechten Stil im persönlichen Umgang“. Die zweite geht weiter. Er werfe „ein grelles Licht auf das Demokratieverständnis der Verdi-Funktionäre“, die nach einem Motto handelten, das er ihnen in den Mund legt: „Demokratie ist, wenn die Leute, die wir gut finden, miteinander diskutieren und alle, die wir nicht so gut finden, außen vor bleiben.“ Die Funktionäre sprächen weder für ihre Mitglieder noch für die Beschäftigten, sondern hätten „vor allem die Interessen der ihnen nahestehenden Parteien im Blick“.
Dass die „Alt-Parteien“ dem BSW jetzt die Schuld für die Stärke der AfD zuschieben wollten, sei „wirklich ein Treppenwitz“. Ihre eigene Politik habe dem Aufstieg der Partei den Boden bereitet. Nun solle das BSW diese Politik mit seinen Stimmen fortsetzen. King liest darin, dass sie aus den Fehlern der letzten Jahre nichts gelernt hätten und keinen „Funken Respekt vor den Wählern“ hätten. Und damit auch keinen vor ihren Mitgliedern, „von deren Beiträgen sie leben“.
